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Runde 3 in der Bezirksklasse zwischen dem Tabellenführer und der dritten Mannschaft der Segeberger Schachfreunde. Das sollte eine klare Sache werden, sollte man meinen; zumal wir (wenn auch teilweise in unterschiedlicher Besetzung) in der Vorsaison die Segeberger Spielstätte mit einem klaren 8:0 verlassen hatten.

Einmal ganz abgesehen davon, dass Anmaßung ein schlechter Ratgeber und Überheblichkeit die erste Sprossenleiter nach unten ist, dürfte es auch uns schlecht anstehen, einen 8:0-Erfolg anzustreben, wenn man nur mit 7 Spielern antritt.

Natürlich, gerne wären wir als Achter in die Kreisstadt gefahren, aber eine Grippewelle hatte sich dieses Spielwochenende ausgesucht, um aktiv zu werden. Den Letzten beißen bekanntlich die Hunde. Doch Schluss mit dem Zitatenfundus. Denn Horst Radünz konnte dieses Manko nach genau einer Stunde ausgleichen – sein Brett blieb ebenfalls verwaist.

Trotz (oder wegen) eines Plus von 250 DWZ-Punkten wurde es eine eher mühevoll Angelegenheit. Zwar war bald abzusehen, dass an Brett 8 Konstantin Schultz zu einem schnellen Erfolg kommen wird, da er schon reichlich Material einsammeln durfte, bevor der ungleiche Kampf per Mattsetzung beendet wurde.

Gut sah es auch bei Niels-Martin Paulsen aus. 2 oder 3 Mehrbauer, Druckstellung gegen den König. Es dauerte nicht lange und Niels hatte – verloren. Verloren? Wie das? Ich konnte das nicht mehr hinterfragen. Irgendwas musste er übersehen haben. Lucky Punch für Segeberg.

Die Bretter von Elke Böttcher und Hauke Paulsen kamen über Ausgleich nicht hinaus. Also Remis. Schließlich durfte ich dann den dritten Punkt erzielen:

Beim Stand von 4:3 (aus LSV-Sicht) war nur noch an Brett 2 noch Paco Valverde gegen Jürgen Neitzel in Arbeit. Paco konnte in ein sehr gutes Endspiel von 3 Bauern plus abwickeln. Es dauerte aber noch bis 14.00 Uhr, dann war endlich das 5:3 in trockenen Tüchern.

Mit 6 Punkten führen wir weiter das Feld an. Mit einem Punkt Rückstand folgt unser nächster Gegner SV Bad Schwartau IV, gegen die wir am 16. Dezember antreten werden. Vorweihnachtliche Derbyzeit gewissermaßen. Und da unsere Spielklasse nur 8 Teams umfasst, dürfte an diesem Tag auch der „Halbzeitmeister“ gekürt werden.