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Dass alles eng zusammen liegt, dass es spannend wird, haben wir ja bereits angenommen. Und der erste Tag bestätigt dies. Der Ranglistenerste, die SG Aufbau Elbe Magdeburg, strauchelt gleich in der Startrunde mit einem 3:3. Das LSV-Team startet mit einem Pflichtsieg gegen Lambsheim am Vormittag und darf am Nachmittag zum Schleswig-Holstein Klassiker Doppelbauer Kiel - Lübecker SV antreten.

In der ersten Runde sind wir favorisiert und können das auch mit einem 5:1-Sieg umsetzen. Allerdings sieht es während des Wettkampfes nicht immer nach einem so hohen Ergebnis aus. Zunächst geht es schon früh gut los. Max braucht weniger als zwei Stunden und weniger als zwanzig Züge um so viel Material einzusammeln, dass sein Gegner keine Lust mehr hat. Martin und Tom Linus erreichen ein Schwarz-Remis zum Zwischenstand von 2:1. Dann tut sich erst mal  eine ganze Weile nichts. Fin hat wieder so eine Stellung, die ich unklar finde und ungern spielen würde. Einzig die Erfahrung lehrt mich - dann steht Fin gut.

Tilo hat die vorbereitete Variante aufs Brett bekommen, allerdings nicht das spektakuläre Abspiel. Er steht besser - gut - optisch gut - ausgeglichen - und geht schließlich ins Springerendspiel, in dem er ums Remis kämpfen muss. Dann geschehen wundersame Dinge. Fin hat eine Qualität gewonnen, ich weiß nicht wie. Dafür hat sein Gegner einen wildgewordenen Gaul losgelassen, der durch Fins Damenflügel galoppiert und sich Bauern einverleibt. Aber Fin ist achtsam. Den b-Bauern kann er als entfernten Freibauern halten und damit schließlich für das 3:1 sorgen.

Tilos Gegner hätte ja Tilos Freibauern mehrfach entsorgen können, verzichtet unerklärlich darauf und trifft dann die folgenschwere Fehlentscheidung in ein Bauernendspiel abzuwickeln. Dadurch muss er nun mit dem König zurück um Tilos Freibauern abzuholen, was Tilo Zeit gibt einen Bauern und damit die Partie zu gewinnen - 4:1.

Bleibt noch die Partie von Tigran. Auch er bekommt seine Vorbereitung aufs Brett. "Wenn er die Variante nicht kennt, bekomme ich eine Gewinnstellung. Wenn der die Variante kennt, ist die Stellung remis, aber ich gewinne, weil ich der bessere Spieler bin". So die Ansage Tigrans vor der Partie. Letzteres ist schließlich der Fall. Erst im Endspiel überspielt er seinen Gegner, holt sich zwei Bauern und marschiert mit einem durch zum Endstand 5:1.
 
Das hat lange gedauert und nach der Mittagspause bleibt kaum Zeit für eine Vorbereitung auf unseren nächsten Gegner - Doppelbauer Kiel. Fin möchte pausieren, für ihn rückt Max auf und Lukas nach. Und es sieht auch am Nachmittag zunächst alles gut aus. Tigran ist dieses mal als Erster fertig. Er und Mats Beeck beweisen sich ihre Grünfeldindisch-Kenntnisse - Remis.

Dann kommt der Kracher des Tages von Martin. Knockout per Damenopfer - bitte schön:
 
kololliM Pluska
 
Martin mit Weiß am Zug: 18. Dxc6+!! und Schwarz gab auf. Der Leser möge sich selbst überzeugen, dass es in drei Zügen Matt ist.

Hier würde ich nun eigentlich gerne den Bericht beenden. Denn aus den verbliebenen vier Partien holen wir nichts mehr. Der Wettkampf bleibt noch lange offen, aber mit der Zeitkontrolle und danach geht eine Partie nach der anderen an Kiel. Tilo hat wohl mal Vorteil gehabt. Die Niederlage von Lukas ist unnötig. Max und Tom Linus spielen zu passiv und werden schließlich überspielt. Am Ende eine 1,5:4,5-Niederlage gegen Kiel.

Nach Tag 1 sind wir im Mittelfeld auf Platz 9 mit 2:2 Mannschaftspunkten gelandet. In Runde 3 morgen Vormittag ist dann FVS ASP Hoyerswerda unser Gegner.