Drucken
Zugriffe: 335

In aller Kürze nachgetragen sei noch, dass die aufstiegsambitionierte, derzeit tabellenführende 5. Mannschaft in der 6. Runde der Bezirksliga Ost ihre Führung souverän verteidigen konnte.

Gegen Verfolger Norderstedt und Kaltenkirchen spielen wir erst in den letzten beiden Runden – bis dahin sollten wir möglichst unsere weiße Weste behalten und so viele Brettpunkt wie möglich hamstern. Gegen den Vorletzten Schwarzenbek II, der nicht in Bestbesetzung anreisen konnte, gelang uns das ganz gut. Mein jugendlicher Gegner an Brett 8, offenbar noch nicht so lange im Geschäft, versuchte im 6. Zug, seinen e5-Bauern mit f6 zu stützen. Ich zeigte ihm das Springeropfer auf e5 nebst Dh5+ und nach einer Verkettung von Materialgewinnen setze ich setze ich den schwarzen König schließlich auf b4 stehend matt. Da war gut eine Stunde rum.

Als ich von einem kurzen Spaziergang zum Bäcker zurück war, hatte Blaka gewonnen und berichtete, dass Schwerdtfeger bereits Materialvorteil habe. Rosin und Teska hatten mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken zum Remis gegriffen. Zwischenstand 3:1. Die Uhr schlug 12 – Schwerdtfeger im Endspiel mit Qualität und drei Mehrbauern hatte den gegnerischen König im Zentrum gestellt und beendete die Partie formschön mit f5#. Etwa zu der Zeit hatte Bohner einige ungebetene Gäste vor seinem König stehen, allerdings waren von denen gleich zwei durch Bauern angegriffen. Der gegnerische Springer opferte sich, die Dame musste sich zurückziehen. Gefahr verflogen. Die Bauernstruktur sah in meinen Augen ein bisschen so aus, als würde der Bohner‘sche Mehr-Läufer es schwer haben, sich gewinnbringend zu entfalten, doch er verhinderte zuverlässig, dass die gegnerische Dame nach Turmtausch durch die einzige offene Linie einsteigen konnte. Bohner trieb noch ein paar Bauern vor, stieg schließlich selbst ein, was die Partie für den Gegner auf einen Zug beendete. 5-1,

Minimalziel erreicht, es spielten noch Mittelbachert mit einer Qualität mehr und Rickert mit einer schönen Angriffsstellung, aber in Zeitnot. Nur wenige Schritte entfernt: Unsere 6. gegen Norderstedt. Lange hatten wir gehofft, dass es zum 4-4 reicht, inzwischen war der vierte Punkt tatsächlich eingefahren – und einige vielversprechende Partien liefen sogar noch! Und bei uns? Mittelbachert wickelte sein vorteilhaftes Endspiel souverän ab, Rickert opferte sich in die gegnerische Königsstellung – ließ später einen Zug aus, den alle Umstehenden als Gewinnzug ausgemacht hatten. Rickert schätze die Sache anders ein, hatte ein gegnerisches Zwischenschach gesehen. Er beendete die Sache schließlich durch Zugwiederholung (Dauerschach).

Endstand: 6,5-1,5 für uns, weiter 2 Punkte Vorsprung auf Kaltenkirchen. Norderstedt durch die Niederlage gegen unsere 6. drei Runden vor Schluss 4 Punkte hinter uns – aber wie gesagt, die direkten Duelle stehen noch aus. Es bleibt also spannend…