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Nach der schmachvollen Niederlage gegen nur 7 Spieler von Turm Kiel hatte ich die Devise ausgegeben, dass wir zumindest gegen die 3. Kieler Mannschaft gewinnen sollten, wo wir doch bereits zweimal die Punkte in Kiel gelassen haben.

Allerdings scheint es wieder schwieriger zu werden, eine vollständige Mannschaft an die Bretter zu bekommen. Zum Glück konnte Detlef Pohl mitspielen und nach gefühlt 10 Absagen von Frank Jankowiak klappte es diesmal auch bei ihm, obwohl er gesundheitlich etwas angeschlagen war. Doppelbauer hat es leider nicht geschafft, mit einer vollständigen Mannschaft nach Lübeck zu fahren. So hatte Axel Jakobi an Brett 6 spielfrei.

 Samuel Oltzen an Brett 3 hatte diesen Sonntag anscheinend kaum Zeit zum Schachspielen. Er kam in letzter Minute zum Anpfiff der Veranstaltung, was bereits zu Irritationen beim Mannschaftsführer führte. Dann war seine Partie so schnell vorbei, dass ich von ihr nichts mitbekommen habe. Jedenfalls glich damit Doppelbauer zum 1:1 aus. Aber auch Joachim Berger war diesmal von der schnellen Truppe und heute gab es keine schnelle Punkteteilung, sondern einen schnellen Sieg.

An meinem Brett 5 stellte Tilo von Koschitzky sich mit Weiß etwas krumm auf, um Grünfeld-Indisch zu verhindern, was ich sowieso nicht spielen wollte. Schach ist schon kompliziert. Er brachte dann in der Eröffnung ein vorübergehendes Figurenopfer, das aber eher mir half, mich zu entwickeln. In leicht schlechterer Stellung übersah er ein Zwischenschach, verlor deshalb eine Figur und gab gleich auf.

Detlef Pohl an Brett 7 bzw. dessen König stand mächtig unter dem Druck der versammelten Schwerfiguren in der c-Linie. Dazu kam der Druck der verrinnenden Zeit. Das war dann zu viel, wir führten nur noch 3:2.

Die letzten 3 laufenden Partien gaben aber Anlass zur Entspannung. Frank Jankowiak hatte an Brett 8 gegen den jungen Levi Malinowsky in einem Springer+Turm-Endspiel einige Mehrbauern, Berdi an Brett 1 und Hartmut Nehls an Brett 4 standen mindestens ausgeglichen. Und so ging alles optimal aus, wenn es auch noch sehr sehr lange dauerte. Zuerst konnte Berdi im Turmendspiel gegen Keyvan Farokhi seine Mehrbauern durchbringen. Dann konnte Frank an Brett 7 einen seiner Bauern verwandeln und mattsetzen. Und schließlich sah auch Joachim Hoffman ein, dass er im Turmendspiel gegen 2 verbundene Freibauern gegen Hartmut nichts mehr ausrichten konnte.

Das Endergebnis von 6:2 gegen nur 7 Spieler finde ich standesgemäß. Es ist weiterhin traurig, dass es ziemlich viele kampflose Ergebnisse gibt. Von den bisher angesetzten 280 Partien in der Verbandsliga B kamen 20 mangels Gegner nicht zustande.