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Der schleswig-holsteinische Mannschaftspokalsieger (kurz Viererpokal) des Jahres 2019 wird gesucht. Am 9. März fanden sich in der Oldesloer Ida-Ehre-Schule 16 Mannschaften aus 10 Vereinen ein. Erfreulicherweise erstreckte sich die Teilnehmerliste nicht ausschließlich über den südlichen Teil unseres Bundeslandes. So durfte Hans-Werner Stark als Vertreter des ausrichtenden Vereins, SV Bad Oldesloe, auch mit SC Eckernförde und Schleispringer Kappeln zwei Vereine begrüßen, die ganz sicher die längste Anreise hatten.

 

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Einige Verein hatten gleich mehrere Verteter in die stormansche Kreisstadt geschicht. Der LSV kam mit 3, SV Bad Oldesloe, SF Bad Segeberg, Doppelbauer Kiel und SC Eckernförde hatten je 2 Teams dabei.

Ein "Freilosproblem" gab es glücklicherweise diesmal nicht. 16 Mannschaften lassen sich prima bis zum Finale im K-O - System aufteilen. Martin Reinke von den Segeberger Schachfreunden war die Organisation anvertraut und er konnte mich auch gleich beruhigen. Es gäbe keine vereinsinternen Paarungen.

LSV I war mit Dirk Lampe, Ullrich Krause, Thilo Koop und Alva Glinzner angetreten. LSV II vertraute auf Marco Frohberg am Spitzenbrett, gefolgt von drei Jugendspielern, nämlich Alexandra Mundt, Joa Max Bornholdt und Justus Sommer. Die Oldies schließlich bildeten mit Frank Wirries, Jürgen Erich, dem Berichterstatter und Wolfgang Schwerdtfeger LSV III.

Alle LSV Mannschaften konnren sich mehr oder weniger klar durchsetzen. LSV I mit 3:1 gegen die erste Mannschaft des SV Bad Oldesloe, LSV II souverän 3,5:05 gegen die zweite Oldesloer Mannschaft und LSV III schließlich mit 3:1 gegen das Erst-Team der Segeberger Schachfreunde. Am längsten zu kämpfen hatte dabei LSV I, genauer gesagt Alva Glinzner am vierten Brett, die sich mit Baran Yüksel auseinander zu setzen hatte. Zwar war der Ausgang aufgrund der Berliner Wertung nicht entscheidend, aber es wurde bis zum Ende gekämpft. Nach einigen schwer durchschauende Komplikationen setze sich Alva am Ende durch.

Dafür durfte ich ein gar nicht so seltenes Beispiel an Schachblindheit präsentieren. Nach 23 Zügen hatte sich aus dem Morra Gambit die folgende Stellung ergeben.

Minutenlang überlegte ich, was gegen das Springerschach auf e2 zu tun wäre.Zurück mit dem Turm nach e3 oder Kh1/h2. Die fehlende Entschlussfreudigkeit zahlte sich aus. Erst spät bemerkte ich, dass meine Dame auf f5 bedroht war und mangels brauchbarer Alternativen blieb nur noch das Qualitätsopfer auf d4. Nach 24. Txd4 exd4 25. Sxe7 Kxe7 26. Tg7 Tf8 ergab sich das folgende Stellungsbild:

Es folgte automatisch das geplante 27. Dxh5, dabei wäre 27. De6 matt eine sehr brauchbare Alternative gewesen. Nun ja, nach 57 Zügen gewann ich doch noch. Die Aussenstehenden hatten natürlich alles gesehen. War vielleicht auch nicht so schwer.

Am Ende setzten sich die üblichen Verdächtigen durch. Nur der SV Bad Schwartau musste gegen den Möllner SV in die Relegation.  Mit dem Sieg nach Berliner Wertung der zweiten Segeberger Garnitur über die zweite rund 300 DWZ-Punkte "schwerere" Eckerförder Ausgabe  gab es aber dann doch eine kleine Überraschung. Auf der Hompage der SF Bad Segeberg

https://www.schach-segeberg.de/

findet man die Einzelergebnisse gelistet. Neben den 3 LSV Mannschaften sind noch SC Elmshorn, Doppelbauer Kiel, SF Bad Segeberg II, SV Bad Schwartau und SC Eckernförde weiter im Rennen.

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